Die 5 Schritte der Organisation

Weißt Du, dass es neben dem klassischen Küchenzubehör, das ich Dir schon vorgestellt habe, auch Tools gibt, die Deinen ganzen Ablauf vereinfachen können?

Diese Tools stammen ursprünglich aus Japan und wurden zuerst bei Autoherstellern eingesetzt.

Was das jetzt mit Deiner Küche zu tun hat?

Diese Tools wurden nicht nur in Produktionen eingesetzt, sondern auch von der Gastronomie und anderen Branchen übernommen und angepasst. Du siehst sie z. B. in der Systemgastronomie oder in Fast-Food-Ketten.

Tatsächlich findest Du diese Tools täglich um Dich herum: von der Besteckschublade über Gewürzregale bis hin zum Messerblock.

Marie Kondo verwendet auch dieses System, nur angepasst auf den Alltag.

Kochen fängt mit dem Hungergefühl an, dann geht es im Kopf weiter, der sich überlegt, was es zum Essen gibt, was und wieviel zum Vorbereiten. Und oft scheitert es genau daran, weil man vielleicht erst die Küche aufräumen muss oder alles zusammensuchen.

Und dann beginnt das Executice Dysfunction und Du weißt was zu tun ist, möchtest es tun und kannst doch nicht handeln. Mehr dazu findest Du bei NeuroSoulFamily.

Kommt Dir das bekannt vor?

Die Tools die Dir jetzt vorstelle, können das evtl erleichtern. Wichtig vorab, es ist kein starres System, sondern es passt sich Dir an.

Was steckt hinter diesem Tool, dass übrigens 5S heißt, aber auch 5A (Seiri, Seiton, Seiso, Seikutse, Shitsuke oder Aussortieren, Aufräumen, Arbeitsplatz säubern, Anordnen/Standardisieren, Alle Punkte einhalten)?

Weil es aus 5 einfachen Schritten besteht.

Schritt 1 - Aussortieren

Ja - das ist mit Aufwand verbunden. Aber der Erfolg ist sofort sichtbar, was ich persönlich immer als Belohnung für meinen Kopf empfinde. Aussortieren heißt, dass Du alles, was Du nicht mehr benötigst aus den Schränken, Schubladen oder Deinem Sichtfeld entfernst.

Wie weißt Du denn ob es denn wirklich nicht mehr brauchst?

  • Wann hast Du diesen Gegenstand (Gewürz, Topf, Pfanne) zum letzten Mal verwendet?
  • Wie oft verwendest Du diese Teile? 1x im Jahr? Oder weniger?
  • Hast Du diesen Gegenstand (Gewürz, Topf, Pfanne) doppelt oder mehr?
  • Ist es evtl. kaputt?

Entweder Du entscheidest Dich dafür diese(s) Teil(e) zu entsorgen oder Du sortierst sie dorthin, wo sie nicht im Weg sind. Und ja - ich weiß, das ist für den Kopf keine leichte Aufgabe und auch sehr anstrengend.

Du musst diese 5 Schritte nicht auf einmal bewältigen, lass Dir die Zeit, die Du dafür benötigst, such Dir evtl. Unterstützung.

Und auch wichtig: Dein System - Deine Ordnung.

Du alleine entscheidest wie Deine Abläufe am besten für Dich sind.

Schritt 2 - Aufräumen

Dieser Schritt heißt, dass Du alles was Du wirklich benötigst, so verräumst, dass Du es schnell im Zugriff hast.

Z.B. die Gewürze dort, wo Du kochst, sei es mit dem Multicooker oder Herdplatte.
Einfache Tools wie ein Gewürzregal oder ein Gewürzkarussell helfen dabei schnell das Gewürz zu finden, was Du gerade benötigst.
Oder Pfannenwender, Kochlöffel etc..

Meine habe ich in einem Gefäß direkt neben meinem Multicooker, so dass ich alles sofort im Zugriff habe.
Ebenso meine Messer, die ich in einem Messerblock habe.
Meine Gewürze sind im Küchenschrank direkt neben dem Herd, wo ich sie direkt im Zugriff habe.
Dort sind sie nach: wie oft ich es nutze, z.B. Chili steht ganz vorne, ob Saat, Pulver oder Flüssiggewürz, wie Worcestershire Soße

  • Um die Dinge so zu verräumen, dass Du sie alle im direkten Zugriff hast, stelle Dir vor, wie Du kochst.
  • Was sind Deine Handgriffe, wo greifst du hin wenn Du etwas benötigst.

So vermeidest Du später dass Du wenn etwas zubereitest irgendetwas suchen musst.

Schritt 3 - Säubern oder Sauberhalten

Klingt total logisch. Worum geht es hierbei?
Nicht um eine Grundreinigung, sondern, dass Du quasi den Arbeitsplatz, Deine Küche und Arbeitsplatte nicht während der Zubereitung vollstellst oder alles liegen lässt.

Also dass z.B. nach dem Schneiden von Zwiebel oder was Du gerade zubereitest, vor dem nächsten Schritt erst alles frei räumst, das Schneidebrett kurz reinigst oder ein frisches wählst, Dein Messer abwischt oder auch kurz über die Arbeitsfläche wischt.

Oder auch das Du die Teller, Pfannen und Töpfe sofort spülst oder wenn Du sie erst einweichst, sie auch wirklich später wegspülst.
Oder, wenn Du eine Spülmaschine hast, alles sofort ein - und wegräumst.

(Und ja - auch ich hoffe immer noch auf die Fee, die auf wunderbare Weise alles wegzaubert).

Schritt 4 - Standardisierung

Klingt auch nicht besonders motivierend, aber auch dieser Schritt hilft alle Deine Abläufe zu vereinfachen.
Das kann z.B. das Beschriften von Gewürzen sein oder statt Schrift ein Farbsystem.

Dass Deine Messer, Deine Küchenbretter, Töpfe, Pfannen, Küchenzubehör immer am selben Platz stehen und auch nur dort wieder hin zurückgestellt werden.

Aber auch dass Deine Arbeitsschritte aus Schritt 3 zur Routine werden.

Das kannst Du auch mit einer Liste machen oder auch ohne.

Schritt 5 - Alle Schritte einhalten als Routine

Der 5. Schritt bedeutet kurz gefasst, dass Du alle 4 vorhergehenden Schritte einhältst, regelmäßig wiederholst und zu Deiner Routine werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Dein Arbeitsplatz unübersichtlich wird und Du den Überblick verlierst.

Und wenn während der Schritte Du das System verändern, ändern möchtest, so dass es für Dich passt, kommen wir direkt zum nächsten Tool. Der "stetigen Verbesserung" oder auch KVP.