Die NeuroSoulFamily seid IHR

Für alle diejenigen, für die Essen nicht einfach ist, Essen eine Herausforderung ist. Für diejenigen, für die Toast mit Butter, Pasta mit oder ohne Sauce, Pommes zum Frühstück mögen. Für diejenigen, die Sätze kennen wie:

"Stell Dich nicht so an"
"Du bist nur wählerisch"
"Andere wären dankbar, das zu bekommen" (Spoiler: Jedes Mal habe ich mir gedacht, dann dürfen die "Anderen" das gerne haben.)

Für Picky Eater.
Für Autist:innen.
Für Menschen mit ADHS, ARFID, Angststörungen oder Depressionen.
Für Angehörige von neurodivergenten Menschen.
Für alle mit Trauma, mit mentaler Last, mit einer Sensorik, die oft schneller überfordert ist als satt.
Für alle, deren Kopf eigene Worte liebt – und deren Sensorik einen eigenen Willen hat.

Und für diejenigen, die das verstehen lernen möchten:

  • Was bedeutet Essen für neurodivergente Menschen eigentlich?
  • Und warum ist es so anstrengend? Nicht nur das Essen, sondern alles. Von der Vorbereitung bis zum fertigen Essen.
Und wenn man es bis dahin geschafft hat, fehlt die Energie zu essen. Oder man hat es schlicht vergessen.

Samefood. Safefood. Was ist das eigentlich?

Einfach ausgedrückt bedeutet Same Food/Samefood nichts weiter als bekanntes Essen, das Du jeden Tag isst/essen möchtest. Dabei kann sich das Samefood von einem Moment zum anderen ändern. Was gerade noch lecker war, geht auf einmal nicht mehr. Samefood ist meistens auch Safefood.

Und was ist Safefood? Safefood ist das Essen, das, egal was ist, immer schmeckt, Sicherheit gibt und trösten kann. Es verhindert Unsicherheiten, ist meistens verfügbar und reguliert oft sogar.

In einer Umfrage* habe ich - bevor ich mit dem Buch begonnen habe - 1000 Leute gefragt, was Essen für sie bedeutet und was sie benötigen, damit es für sie funktioniert.

  • 82 % wünschen sich Essen, das schnell & unkompliziert ist
  • 80 % greifen regelmäßig zu Fertiggerichten, Pasta oder belegten Broten
  • 79 % essen bei Reizüberflutung vor allem salzig, fettig oder stark gewürzt
  • 78 % empfinden Kochen als stressig und anstrengend
  • 74 % fehlt oft die Energie zum Kochen
  • 70 % essen nicht aus Appetit, sondern aus reiner Notwendigkeit
  • 60 % betonen: Geruch, Konsistenz und Geschmack entscheiden, und Neues wird nur probiert, wenn man es vorher sehen, riechen oder kosten kann

* Basis: anonyme Umfrage mit über 1000 Teilnehmenden